"Andorra" von Max Frisch auf der Bauhallen-Bühne

Wieder einmal hatten wir das forum-theater, ein Tourneetheater aus Wien, in unserer Schule zu Gast. Wieder einmal waren wir beeindruckt und begeistert, was ein paar engagierte Schauspieler mit einfachsten Mitteln auf die „Bühne“ in der Bauhalle zu stellen in der Lage sind.

Andri, ein junger Mann, der im fiktiven Andorra lebt, wird von allen für einen Juden gehalten, obwohl er keiner ist. Er wird nicht als normaler Durchschnittsbürger behandelt, da alle zu wissen glauben, welche Eigenschaften Andri hat bzw. als Jude zu haben hat.
Nach und nach glaubt er dann selbst daran, er sei so, wie man es ihm andichtet.
Auf tragische Weise kommt er zu Tode.


Außenseitertum und Diskriminierung beschäftigen die Menschen seit jeher, auch bei uns. Die Klassen der weiterführenden Vollzeitschulen der BBS 3 als Publikum waren sehr beeindruckt und zufrieden mit der Aufführung, aber auch die anwesenden Lehrerinnen und Lehrer. Schön war auch, dass die Schauspieler sich von der Atmosphäre in der Bauhalle und vom Publikum so beeindruckt zeigten.

Franz Werner
 


 

Wenn Menschen, die eine gleiche Erziehung genossen haben wie ich, die gleiche Worte sprechen wie ich und gleiche Bücher, gleiche Musik, gleiche Gemälde lieben wie ich – wenn diese Menschen keineswegs gesichert sind vor der Möglichkeit, Unmenschen zu werden und Dinge zu tun, die wir den Menschen unserer Zeit, ausgenommen die pathologischen Einzelfälle, vorher nicht hätten zutrauen können, woher nehme ich die Zuversicht, dass ich davor gesichert sei?  
    


 

 

Max Frisch, 1946

 

 

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Das forum-theater aus Wien ...             ... auf der Bühne der Bauhalle.