Die GebäudereinigerInnen machen klar Schiff im Heideheim
Wie jedes Jahr Anfang Februar verbringen die beiden Klassen des ersten Lehrjahres der Gebäudereiniger zusammen mit ihren Tutoren aus dem zweiten und dritten Lehrjahr, jungen Gesellen und Gesellinnen, sowie dem Lehrer für die Fachdemonstration / Überbetriebliche Ausbildung und den Theorielehrern drei Tage im Heideheim, dem Landschulheim der Berufsbildenden Schulen der Region Hannover in Bissendorf/ Wietze.
Frau Baumgarte, die Heimleiterin, erwartet sehnsüchtig die Fachkräfte für Reinigung und Pflege, die in kleinen Gruppen Küche, Sanitärräume, die Bodenbeläge in den Zimmern sowie die vielen Fenster der beiden Häuser auf Hochglanz bringen.
Nach der Gruppenbildung und der Zimmereinteilung gibt es das erste Mal das deftige, leckere Essen, für das das Heideheim gerühmt wird.
Am nächsten Tag beginnen die Gruppen, die von ihren zugeteilten Tutoren und Tutorinnen drei Tage lang durchgehend betreut werden, ihre jeweilige Arbeitsaufgabe für den Tag vorzubereiten. Nach Aufmaß und Informationssammlung werden die möglichen Verfahren und Behandlungsmittel diskutiert und anschließend in einem Ablaufplan auch zeitlich eingeordnet festgelegt. In dem dafür eingerichteten Materiallager werden auf Anforderung und gegen Unterschrift die erforderlichen Materialien durch den Lagerwart ausgehändigt und schon geht’s los. Unter Beachtung des Ablaufplans, den ein Verantwortlicher immer im Auge behält, wird die Arbeit durchgeführt. Nach Abnahme der Arbeit durch die Lehrer mit entsprechender Ergebnisbeurteilung sowie ordnungsgemäßer Rückgabe der Arbeitsmaterialien werden die Ergebnisse sowie der Verlauf der Durchführung noch einmal mit der Gruppe reflektiert, um auch im Hinblick auf die Prüfung Ziele und Verbesserungsbereiche festzulegen.
Am traditionellen Besuchstag nimmt sich die Lehrlingswartin und Prüfungsausschussvorsitzende einen ganzen Nachmittag lang Zeit, um bei der Arbeit zuzuschauen, sich mit ihren Ämtern persönlich vorzustellen und sich die Sorgen und Nöte der Auszubildenden anzuhören. Auch andere Ausbilder und Ausbilderinnen lassen sich nicht die Gelegenheit entgehen, ihre Auszubildenden in dieser außergewöhnlichen Form von Berufsschulunterricht zu erleben.
Auch die Freizeit kommt nicht zu kurz: Wie in den letzten Jahren auch, ist die Sauna der Renner, außerdem wird in Poker- und Tischfußballturnieren wild gezockt oder aber einfach nur vor dem Kamin gesessen und erzählt oder gelesen.
Die Zeit vergeht rasend schnell und schon ist der Augenblick da, dass sich Frau Baumgarte, des Lobes voll bei „ihren“ Gebäudereinigerinnen und Gebäudereinigern bedankt – nicht ohne die inständige Bitte zu äußern, „das nächste Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen“.
Darüber hinaus melden sich die ersten Auszubildenden des ersten Lehrjahres sowie die Tutoren dieses Jahres schon mal vorsorglich als Tutoren für das im nächsten Jahr kommende erste Lehrjahr an…
„Warum könnte Berufsschule nicht immer so sein?“ fragt einer noch,
bevor alle in ihr wohlverdientes Wochenende fahren.
Jörg Büchler
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der Region Hannover
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