Neues von unserer Partnerschule in Tansania
Mathematik, Chemie und der Bau von Solarlampen
Ein Berichtet über Jan Große Austing und seinen Einsatz als Freiwilliger in Mlalo, Afrika
Mittlerweile ist die Hälfte schon vorbei - seit einem halben Jahr unterrichtet Jan Große Austing an der Lwandai Secondary School in Mlalo, einer unserer Partnerschulen in Tansania. Zur Vorbereitung seines Aufenthaltes besuchte er zwei Tage unsere Schule, um sich bei uns über die Partnerschule zu informieren.
Nach dem Studium der Fächer Mathematik und Chemie für das gymnasiale Lehramt entschloss sich Jan vor dem Referendariat, "noch etwas anderes zu machen". Das noch relativ neue Programm "Weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht jungen Leuten zwischen 18 und 28 Jahren einen Auslandsaufenthalt in Form eines Freiwilligendienstes. 75 Prozent der Kosten übernimmt das BMZ. Den Rest muss der Freiwillige in Form von Spenden einwerben. Die eigentlichen Stellen werden von zahlreichen Entsendeorganisationen vermittelt. Jan Große Austing hatte sich bei der Entsendeorganisation "artefact" in Glücksburg bei Flensburg beworben und wurde angenommen.
Das Weltwärts-Programm von Artefact heißt solivol (solar + volunteer, www.solivol.org) und bietet vorrangig Stellen zu nachhaltiger Entwicklung in Ostafrika an. So war auch bei der Stelle des 26-Jährigen vorgesehen, dass er Themen zur Umweltbildung in der Internats-Schule vermitteln kann.
Aufgrund des Lehrermangels für Naturwissenschaften hat jedoch momentan die Lehrertätigkeit in den Fächern Mathematik und Chemie Vorrang. Bald möchte er jedoch mit interessierten Schülern Solarlampen bauen, die auch das Lernen am Abend ermöglichen - wenn mal wieder Stromausfall ist. Abends wird es immer um 19 Uhr dunkel, und des öfteren gibt es keinen Strom. Außerdem kommen einige Schüler aus Regionen, die noch nicht elektrifiziert sind. Daher sind Solarlampen für die Schüler eine höchst interessante Lichtquelle: "Sonne gibt es schließlich genug in Afrika", erklärt er. Zudem können die Schüler diverse Aspekte in einem solchen Angebot miteinander verbinden: sich handwerklich betätigen und das Löten lernen, sich mit physikalischen Grundlagen beschäftigen und sich mit alternativen Energiequellen auseinandersetzen. Finanzielle Unterstützung für das Projekt erhält er vom BBS3-UNESCO-Förderverein.
"Im Moment bin ich der einzige Mzungu, das ist Kisuaheli für ,Weißer, hier. Am Anfang war das ganz schön ungewohnt, aber mittlerweile fühle ich mich hier richtig wohl. Die Leute hier sind sehr nett und haben mich herzlich in ihr Dorf aufgenommen. Daher freue ich mich auch auf die zweite Hälfe meines Aufenthaltes", schreibt Jan.
Jans Aufenthalt in Malo endet im September. Es ist geplant, die Stelle wieder zu besetzen, bevorzugt mit Jugendlichen mit einem beruflichen Hintergrund. Noch ist die Stelle nicht besetzt. Wer also Interesse hat, kann sich bei www.solivol.org direkt oder bei unserer Schule melden.
Neben dem Solarlampenprojekt finanzierte der Förderverein auch einen Internetzugang für die Schule. Über einen USB-Mobilfunk-Stick sind nun die Computer mit dem Internet verbunden. Jan schreibt uns seither regelmäßig E-Mails aus Tansania und liefert uns wichtige Informationen zur Vorbereitung unseres geplanten Besuches mit einer Schülergruppe im Oktober diesen Jahres.
Hermann Bux
Anschrift
Berufsbildende Schule 3
der Region Hannover
Ohestr. 6
30169 Hannover
Telefon: 0511-22068-0
Fax: 0511-22068-222
Mail: info(at)bbs3-hannover.de
Unterricht & Infos
Deutsches Sprachdiplom








