Unsere Malerwerkstatt wird zur Verklebehalle

Am 15. Juni 2011 fand inzwischen zum vierten Mal ein ganztägiges Projekt zur Kfz-Vollverklebung der Schilder- und Lichtreklamehersteller/-innen statt. In diesem Jahr wurde das Seminar mit fachkundiger Unterstützung der Firmen Farben Frikell aus Braunschweig und der Firma Orafol aus Oranienburg durchgeführt.

Im Lernfeld 8 steht die Fahrzeugbeschriftung im Mittelpunkt. Grundsätze einer werbewirksamen Verklebung im entsprechenden Corporate-Design der jeweiligen Firma werden erarbeitet, eine Fahrzeugbeschriftung für einen Kunden geplant und nach einer ersten manuellen Entwurfsphase ein digitaler Entwurf erstellt. Für die Umsetzung der Entwürfe auf dem Fahrzeug werden dann die Kenntnisse über die verschiedenen Folienqualitäten und ihre besonderen Eigenschaften gesammelt sowie die Arbeitsabläufe einer Folienverklebung besprochen. Mit diesen und den sehr unterschied-lichen Erfahrungen aus den Werbetechnikbetrieben starteten dann die 18 Auszubildenden des zweiten Ausbildungsjahres in den Projekttag.

Die Vertreter der Firma Farben Frikell, Herr Brinn-Holtz und Herr Balzer begrüßten die Schülerinnen und Schüler zunächst kurz, erläuterten den Tagesablauf und übergaben dann das Wort an Herrn Kokott, der als Vertreter des Folienunternehmens Orafol einen Abriss über die Firmengeschichte gab, die Produktpalette vorstellte und zum Abschluss auf die Verklebeeigenschaften der einzelnen Folien einging. Bei einer kompletten Fahrzeugverklebung sind gegossene Hochleistungsfolien notwendig, die während der Applikation gut zu verarbeiten sind, auch in tiefe Sicken mit Heißluft eingelegt werden können und später widerstandfähig gegen alle Umweltein-flüsse sowie mechanischen Beanspruchungen wie Steinschlag oder die Waschanlage sind.

Nach den theoretischen Ausführungen übernahm Herr Brinn-Holtz die Regie und zeigte an einer Motorhaube das Verkleben eines Digitaldruckes. Die Firma Farben-Frikell hatte extra zwei solcher Demonstrationsobjekte samt Übungsfolien mitgebracht, so dass die etwas ungeübten Auszubildenden dort erste Applikationsübungen abhalten konnten und somit wichtige Erfahrungen sammelten.

Dann ging es an den Wagen einer Auszubildenden, dessen silberne Oberfläche innerhalb der kommenden fünf Stunden in ein vornehmes Weißmatt verwandelt werden sollte.

Die Vorarbeiten, mit einem morgendlichen Besuch der Waschanlage, der Demontage der störenden Anbauteile und Typenschilder, der gründlichen Reinigung mit Isopropanol und dem Aufbringen eines Trennmittels waren mit vielen fleißigen Händen schnell erledigt. Die anschließende Verklebung der Folie wurde dann die eigentliche Herausforderung…

Die geübteren Schülerinnen und Schüler verteilten sich an den beiden Seiten des Fahrzeugs und legten mit der fachkundigen Unterstützung von Herrn Brinn-Holtz die ersten Flächen an. Schwierige Stellen sind Kantenabschlüsse, Sicken und konvexe Flächen, die falten- und blasenfrei appliziert sein wollen. Schneidemesser, Rakel und Heißluftföne sind die unverzichtbaren Werkzeuge, die es richtig anzuwenden gilt.

Da Herr Brinn-Holtz selbst ausdauernd Hand anlegte, konnte dann auch gegen 16.30 Uhr die Vollverklebung des kleinen Peugeots begutachtet, für gut befunden werden und die Besitzerin stolz die Heimreise antreten.


Die Fachlehrerinnen und Auszubildenden der FSL 2 bedanken sich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die fachkompetente Unterstützung bei diesem Projekt und würden sich über eine Fort-setzung der Kooperation im kommenden Jahr freuen.

 

Bericht unseres Kooperationspartners:
http://www.farben-frikell.de/index.php?CATID=35&SUBCATID=3690

Ein ganz dicker Dank geht auch an Herrn Prieske, der uns freundlicherweise die Malerwerkstatt für diesen Tag räumte und die Auszubildenden, die sich um den leckeren Imbiss gekümmert haben.

 

Birgit Bunt und Anke Hehmsoth
Fachlehrerinnen der FSL 2

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